Zum Frühstück gehen Gabi und ich getrennt, den heute ist Beauty-Tag – da braucht Frau etwas länger und so hat jede ihre Ruhe.

Um 10 Uhr kommt unser Taxi für die vier Minuten-Fahrt zum Flughafen. Eingecheckt sind wir schon und zwei Stunden wollen wir auf keinen Fall in diesem winzigen Warteraum verbringen. Auch wenn die Empfangsdame des Hotels auf Nachfrage der Meinung ist, wir sollten 2 Stunden vor Abflug am Flughafen sein. Völlig Banane! Der Baggage Drop of für unseren Flug mit Icelandair schliesst um 11 Uhr/Boarding ist um 11 Uhr – bei einer Abflugzeit um 11:15 Uhr!

Innerhalb von 10 Minuten haben wir das Gepäck abgegeben und waren beide auf der Toilette und der Souvenir-Shop ist ebenfalls besucht. Jetzt heisst es warten, denn die Security durchlaufen wir direkt beim Boarding um 11 Uhr. Bei 37 Plätzen im Flugzeug ist das alles zeitlich ausreichend, ein kurzer Fußweg zum Flugzeug und wir starten pünktlich los.
Mit dem Security-Mitarbeiter der uns gerade noch am Boden durchgecheckt hat als mitreisender Passagier, direkt hinter uns in der Dash-08. Er unterhält sich sehr intensiv mit seinem Sitznachbarn über den kürzlich in der Bucht vor der Stadt geflippten Eisberg und so erfahre ich, dass es einen wahnsinnigen Lärm gab, als der Eisberg gebrochen ist und danach eine grosse Welle auf die Stadt zugeschwappt ist, sich die Nachbarn des einen, dessen Haus in der zweiten Reihe an der Küstenlinie steht, panisch in Sicherheit gebracht haben. Die Welle hat wohl zumindest bei einigen Bewohnern von Ilulissat für feuchte Füsse gesorgt.

Die beiden haben die Zeit ihres Lebens auf diesem Flug, sind ununterbrochen am quatschen und lachen – die ganzen 3 Stunden, die wur unterwegs sind. Ich höre gerne zu, aber die Propellermaschine ist so laut, dass ich mit Ohrstöpseln dann doch zu meinem aktuellen Podcast wechsle.
Der Blick aus dem Fenster geht lange über Schnee und Eis, Bergspitzen blitzen durch die weisse Decke. Und wie ich seit meiner letzten Recherche zum Land weiss, wären die im Schnitt 500 m höher, wenn das Gewicht der Schneemasse nicht auf ihnen lasten würde.
Pünktliche Landung in Keflavik, dem Reykjaviker Flughafen, der etwa 40 Autominuten vor der Stadt liegt. Für die Zeit auf Island haben wir uns einen Wagen mit Allradantrieb gemietet. Kleine Company und nicht wie die meisten Autovermieter direkt am oder neben dem Flughafen, sondern 3 km entfernt, wir wollen also geshuttelt werden.
Nur von wo? Drei verschiedene Personen wollen helfen, schicken uns aber in unterschiedliche Richtungen. Jetzt rufe ich dann doch beim Verleih an – zumindest den Hinweis auf den Treffpunkt erhalte ich dank automatisierter Ansage – Mitarbeiter leider Fehlanzeige. Es ist windig, aber die Sonne scheint und so ist das Warten zwar nervig, aber erträglich.
Dann noch ein Versuch beim Verleiher und als ich damit erneut scheitere, schicke ich eine Email. Letzter Versuch der Kontaktaufnahme dann mit der Vermittlungsagentur VisitIceland. Endlich eine menschliche Stimme, die verspricht, sich zu kümmern und mich in der Warteschleife hält. Inzwischen ist es 17:30 Uhr und während ich also am Telefon hänge, fährt endlich der Kleinbus mit der richtigen Aufschrift vor.
Ein herzliches Willkommen und eine Entschuldigung für die Wartezeit – busy day…
Um 18 Uhr sind alle Formalitäten erledigt und wir übernehmen das Auto, starten in die Stadt und zu unserer ersten Unterkunft: Ein Zimmer mit eigenem Badezimmer in einer Ferienwohnung in der Nähe des Hafens und der Oper.

Jetzt haben wir richtig Hunger! Die Recherche ergibt einige fussläufige Optionen: die erste ist ein Restaurant auf Sterneniveau, wo wir leider keinen Tisch finden. Aber es kommen noch mehr. Wir treffen auf einen Raucher vor einer unscheinbaren Stahltür mit Grafittis, der uns unseren Hunger offensichtlich ansieht. Er teilt uns mit, dass wir gerade vor einem der besten Lokale der Stadt stehen.
Na, dann nix wie rein! Toller Laden, freundliche Bedienung und eine superschöne Karte. Leider fällt doch wieder einiges für mich raus aus den leckeren Menüs, aber es gibt eine Flexibilität in den Komponenten und so haben wir uns schnell entschieden.

Beim veganen Nachtisch muss ich einfach zuschlagen. Kokos Creme brulee mit Passionfruchtsorbet…himmlisch!
Noch ein kleiner Verdauungsspaziergang bei Sonnenuntergang zur Harpa und in den Trubel der Fussgängerzone mit Einkauf fürs morgige Frühstück, dann zurück zum Apartement und ab ins Bett.















































































