Inzwischen kennen wir die Stadt ziemlich gut. Nach einem längeren Spaziergang direkt im Anschluss ans Frühstück, einem kleinen Einkauf und einem Klamottenwechsel sind wir auf dem Weg zur gebuchten Puffin-Tour.

Pünktlich 13 Uhr starten wir von der Tidevantstrappen mit der Juliane und unserer Kapitänin Kaja in See.


Nur zwei weitere Teilnehmer sind mit uns auf Tour, ein Pärchen – Sie aus Zürich, Ihn habe ich leider nicht befragt.


Mit ziemlicher Geschwindigkeit geht’s im Fjord zu einer unter Naturschutz stehenden Insel, wo diese niedlichen Vögel jedes Jahr wieder an exakt gleicher Stelle mit ihrem lebenslangen Partner genau ein Küken grossziehen. Nach etwa 45 Tagen wird der kleine Puffling flügge und dann geht es aufs Meer, wo die Vögel das ganze Jahr verbringen, bis sie im nächsten Sommer wieder zur Paarung und zum Brüten zurückkehren.
Bis zu 400 Flügelschläge pro Minute lassen sie sehr gut fliegen und selbst an steilsten Klippen sicher landen. Aber richtige Meister sind sie unter Wasser: Sie können dort bis 90 km/h erreichen, obwohl sie untertauchen wie eine Ente das tut.

Die beiden Mitausflügler haben eine wirklich gute Kamera dabei und schicken uns am Abend die besten Aufnahmen. Siehe oben Wie toll!
Zurück an Land wissen wir, dass wir uns für die Sunset Cruise am Abend noch wärmer anziehen müssen. Diese Cruise haben wir als kleine Wiedergutmachung des Reisebüros geschenkt bekommen, denn es ist absehbar, dass wir unsere geplanten Aktivitäten auf keinen Fall alle realisieren können.

Bislang wissen wir nur, dass die Bootsfahrt nach Eqi Lodge mitten in der Wildnis stattfinden wird. Den Rest bekommen wir nach Ankunft in Ilulissat mitgeteilt, wo wir heute – hoffentlich – um 15:50 Uhr Ortszeit landen werden.
Also drückt weiter die Daumen, damit der nächste Eintrag in Ilulissat bzw. Eqi Lodge geschrieben werden kann.
Zu unserer abendlichen Fahrt sind wir fast zu spät, aber eben nur fast! Mit einem deutlich grösseren Boot fahren wir Eisberge, einen Wal und einen Gletscher samt Wasserfall anschauen. Es ist 19 Uhr, bewölkt aber trocken und ganz selten blitzt die Sonne nochmal durch die dichter werdende Wolkendecke.

Das Boot ist genauso schnell unterwegs wie die Juliane am Mittag und die See immer noch ruhig. Beste Bedingungen, denn ich vergaß, das Pflaster gegen Seekrankheit zu kleben.
Wir sind auf jeden Fall draussen und geniessen die sensationelle Luft. Und stehen müssen wir auch nicht! Die beiden Stühle mit Rentierfell werden schnell frei, es ist schon ordentlich frisch, aber wir sind perfekt angezogen.

Die ersten kleinen Eisberge kommen bald in Sicht und nach etwa einer halben Stunde erreichen wir den Buckelwal, dem wir drei Mal beim Luft holen und Abtauchen zuschauen dürfen. Dann geht es weiter zur vorgelagerten Insel, die den grönländischen Namen ‚Insel mit kleinem Eis‘ trägt. Der Gletscher schmilzt laut Kapitän Sikki in atemberaubender Geschwindigkeit und fällt als wirklich sehr schöner Wasserfall in den Fjord.

Unser Skipper Sebastian schöpft uns eine Kanne Gletscherwasser, die wir gerne verkosten. Kalt, klar und erfrischend so ein tausende Jahre altes Wasser.

Nach dieser Stärkung schippern uns die beiden Jungs sicher und sanft nach Nuuk zurück.
Schön war’s. Heim ins Hotel und ab ins Bettchen mit schöner ‚Abendsonne‘ um 22:46 Uhr!












































































