Ende Gelände

Wir sind reif für zu Hause! Letzte Besorgungen und letzte Sightseeing Wünsche werden erledigt. Und ich bin in erster Linie im Bett und im Schwimmbad der Unterkunft auf der Suche nach feuchter Luft. Inhalieren, Tee trinken, Medis und schlafen, das ist mein Tagesprogramm.

Leere auch hier, das Schwimmbad liegt im 7. Stock und ist auf den Fotos vom Gebäude gut zu sehen.
Rückseite unseres Appartementkomplexes; drei Stockwerke für Schwimmbad und Gym

Bis auf einen kurzen Ausflug nach Wicker Park – der vormals hippen Gegend, die durch massiven Leerstand u.a. als Folge von Corona gebeutelt ist.

Wicker Park, massenhaft Graffiti und viel Leerstand.
Unsere Pause in einem Café in Wicker Park.

Barbara hat sich nach dem Ausflug nach Wicker Park noch zum Navy Pier aufgemacht und dort auch die Bürgersteig hochgeklappt vorgefunden. Einzig das Wetter ist heute nochmal gnädig mit uns: 19 Grad max. und ein bunter Mix aus Wolken, Wolken und Sonne, Böen inklusive.

Graffiti auf meinem Rückweg, Barbaras Weg zum Pier: Schlange vorm Nutella Shop!
Am Pier war wenig los, dafür war’s extrem windig.

So, jetzt hoffe ich, dass der Rückflug morgen nicht ganz so heftig wird (Tabletten sind im Handgepäck).

Und wir freuen uns auf Good Old Germany!

Over and out!

12 – 4 – 11

Kein Datum, sondern die Höchstemperaturen der letzten Tage. Gestern hatten wir wirklich alles an, was der Koffer an warmer Kleidung bereit hielt und waren tapfer unterwegs.

Frühstück im Wildberry Café – lecker!

Nach einem sehr leckeren Frühstück wähnten wir uns für die Kälte gewappnet und am Mittag hatten wir auch eine Tour im Rookery genannten Gebäude in der Innenstadt gebucht. Eine von Frank Lloyd Wrights Arbeiten in der City, wobei er nicht der Erbauer war, sondern lediglich das Innere des Lichthofs überarbeitet hat.

Schon die erste Lichtkuppel im Chicago Culturel Center war wunderschön gestaltet und gerade frisch restauriert.

Bevor wir aber zu unserem Termin starteten, haben wir uns noch das auf dem Weg liegende Chicago Culturel Center in aller Ausführlichkeit angesehen, die Lichtkuppeln, Treppenhäuser, Ausstellungen und sogar den Shop besucht.

Die Zweite verschlug uns dann wirklich die Sprache, auch das angrenzende Treppenhaus hatte die gleichen wunderschönen Einlegearbeiten.
Ein Tempel für die Kultur mit über 1000 Veranstaltungen pro Jahr.

Trotz all der Begeisterung sind wir rechtzeitig um 11:45 Uhr in der Innenstadt an der LaSalle Strasse.

Der Lichthof im Rookery, vor dem Gebäude steht Lynn, unser Guide.
Raben in der Fassade als Reminiszens an den Namen (Krähennest), den das Gebäude durch die vorherige Bebauung „geerbt“hat. Art Deco Details und das Arbeitszimmer der Architekten.

Die Führung im Rookery war sehr anschaulich von unserem Guide Lynn, dauerte eine Stunde und brachte vor allen Dingen den guten Tipp für ihre favorisierte Eingangshalle in der 190 South LaSalle Street schräg gegenüber.

Von aussen eher unspektakulär, von innen geradezu kathedral…

Und da waren wir dann auch und haben uns erst einmal mit Getränken versorgt und diese reduzierte, wunderschöne Halle auf uns wirken lassen.

Merchandise Mart von aussen (u.r.), so gross, dass das Gebäude eine eigene Postleitzahl hat…leider gespenstisch unbelebt.

Was uns bei unserem gestrigen Spaziergang nicht aufgefallen war, aber ebenfalls unbedingt angesehen werden sollte, war das ‚Merchandise Mart‘ genannte riesige Markthallengebäude. 390.000 qm Verkaufsfläche, direkter Anschluss mit eigener Haltestelle an den Loop der Hochbahn und heute ein Gebäude, das nur im Erdgeschoss belebt ist (Inneneinrichtung). Der Food Court ist gähnend leer und wird bei unserem Besuch vorfristig geschlossen. Dankenswerter Weise haben wir vorher noch eine heisse Suppe bekommen.

Trotz jeder Menge Büroflächen und workspaces in den oberen Etagen, auch im Ergeschoss kleine Bürozellen und eine ‚Stillzelle‘. Offenbar mal sehr belebt, jedenfalls hatten wir so einen grossen Briefkasten noch nie gesehen.
Was so ein Schuh(?!) kostet? Einige Exemplare knacken die 1000-Dollar-Grenze.

Wir wärmen uns mal wieder auf im Nordstorm am Anfang der ‚Magmile‘; ein Kaufhaus in dem sich alle teuren (und hässlichen) Schuhe dieser Welt finden lassen.

Aber auch jede Menge teure Kleider gab es – mindestens so hübsch wie das Schuhwerk!

Auf dem Weg entlang der Magnificant Mile – der Einkaufsstraße für die schönen und Reichen (Tiffany, Sacks und Co) machen wir halt am Wrigleys Gebäude (ja, das ist der mit den Kaugummis), nebenan der Tribune Tower und weiter nördlich dann mit dem Water Tower unser Umkehrpunkt. Der Water Tower hat als eines der wenigen Gebäude den Großbrand im Chicago des Jahres 1871 überstanden.

Wrigley Tower und Tribune Tower (Foto vom Vortag).
Water Tower und dann wieder zurück über die historische DuSable Bridge, Blick nach Süden auf das London House, rechts die alte Glocke der Klappbrücke.
Der Chicagoer Großbrand wütete vom 8. bis zum 10. Oktober 1871.
Der Starbucks ist im Gegensatz zu vielen anderen Plätzen in der Stadt richtig gut besucht.

Auf dem Weg zum Turm besuchen wir auch den fünfstöckigen Starbucks, kaufen dort für unser Abendessen ein, denn die Pizza sieht wirklich gut aus und treten den Heimweg an.

Inzwischen sind wir ziemlich durchgefroren und deshalb auch kein Eintrag von heute, Donnerstag, dem 28.04.22, denn ich schreibe vom Bett aus mit Tee, Halstabletten und Tissuepackung in greifbarer Nähe.

Barbara ist zum Museum unterwegs…

Last and final

Letzte Fotos aus Las Vegas. Toller Typ: Unser Shuttle Busfahrer. Am Flughafen kann in fast allen Bereichen noch schnell gezockt werden…

Unser erster Tag in Chicago ist mit der Anreise fast komplett gefüllt. Der Flug war etwas rumpelig, die Temperatur in Chicago liegt deutlich unter der der letzten Tage.

Wir nehmen die Blue Line nach Downtown und für sagenhafte 5 Dollar pro Person kommen wir im Stadtzentrum an. Erst einmal fällt uns die Orientierung nicht ganz leicht, denn wir sind innerhalb des Loop – die Hochbahn beschreibt einen Kreis um die Innenstadt und so ist sie keine wirkliche Hilfe. Nach einer warmen Suppe im Financial District, der um diese Uhrzeit (18 Uhr) wie ausgestorben wirkt, treffen wir doch einige Passanten und dann wissen wir, wo es langgeht. Vorbei am Millenium und Grant Park mit dem Museum of Art stehen wir nach 15 Minuten vor unserem temporären Zuhause und können es kaum fassen.

Sonder in der South Michigan Ave; Foto in der Mitte aufgenommen am Chicagoer o’Hare Flughafen
Eingangsbereich des Sonder und nebenan beim und nach dem Frühstück am Dienstag

Das Sonder, in dem wir nach Washington und New Orleans auch hier wieder wohnen, ist in einem modernen Appartmentkomplex untergebracht. Die Wohnung ist grosszügig und toll ausgestattet. Und wir haben einen Blick bis zum Lake Michigan.

Wir räumen unsere Klamotten aus und gehen dann nur noch nach unten zum Getränk und Nachtisch; direkt nebenan ist ein schönes Restaurant, das wir am nächsten Morgen auch gleich zum Frühstück besuchen.

Unser Blick aus dem Appartement und das Regal für Lieferungen im Sonder-Komplex; das Restaurant nebenan.

Etwas groggy machen wir noch Pläne und buchen für die nächsten sehr kühlen Tage und dann geht’s früh schlafen.

Direkt um die Ecke einige Murals und die ‚L‘ genannte Hocbahn

Mit Eggs Benedict pappsatt für den Großteil des Tages, starten wir den Stadtrundgang. Temperatur 8 Grad (max 12) und teilweise sonnig.

Innenstadt mit Kunst: Links oben Olafur Eliason, rechts ‚Flamingo‘ von Calder. In Chicago ist die US Flagge allgegenwärtig wie die Hochbahn.

Wir wärmen uns zwischendurch in diversen Shops u.a. bei Macy’s auf, Essen ein Eis am Chicago River, laufen ein Stück den River Walk.

Im Macy’s, das wie ausgestorben wirkt und es im Food Court tatsächlich ist.
Impressionen vom River Walk, im Gebäude o.l. haben wir eine Aufwärmpause mit Eiscreme eingelegt; rechts unten die Maiskolben genannten Gebäude mit eigener Marina am Chicago River.

Später dann besuchen wir die Bohne am Millenium Park, bevor wir am Abend zu Berghoff zum Essen gehen. Das Restaurant wurde von deutschen Auswanderern gegründet und bietet tatsächlich typisch deutsches Essen an: Von der Bretzel über Schlachteplatte bis Knödel, Sauerkraut mit Würstchen und Sauerbraten. Endlich mal kein frittiertes Essen! Sauerbraten und Pürree sind eine willkommene Abwechslung auf unserem Speiseplan.

Und an der Bohne – zentrales und faszinierendes Kunstwerk im Millenium Park, davor und darunter.
Leicht verfroren am frühen Dienstag Abend.
Unser Abendessen im Berghoff, gegründet 1898! – LECKER!

An wem wir nicht vorbeikommen? An dem, dessen Name nicht genannt werden darf – schöne Spiegelung in seiner Immobilie.

Größenwahn, der ist nicht zu übersehen ist.

So long National Parks

Unsere letzte Wanderung findet tatsächlich doch im National Park statt und zwar im Colob Canyon, der, obwohl eine dreiviertel Stunde entfernt, zum Zion NP gehört.

Nachdem wir dort angekommen sind und einen Parkplatz am ausgesuchten Taylor Creek Trail ergattert haben, wandern wir bei wieder herrlichem Wetter (Sonne, etwas Wind und rund 17 Grad) in den Creek.

Grün, Wasser und wir sind ziemlich allein…

Schon nach kurzer Zeit erreichen wir den namensgebenden Bach, den wir auf unserer einsamen (Yes!!) Wanderung immer wieder queren. Wunderbare Luft und sehr moderate Steigungen machen den Trail zu einem gemütlichen rund 8 km langen Spaziergang.

Das Ende des Weges erreichten wir nach knapp zwei Stunden.

Am Ende angekommen stehen wir im Schatten eines grossen Steinbogens, von dem sich das Wasser sammelt. Es ist hier richtig kalt.

Zurück in der Sonne machen wir eine Pause, bevor wir den Rückweg antreten. Auf dem heutigen Weg bekommen wir nur wenige Tiere zu sehen. Und trotz der guten Bedingungen blühen noch nicht viele Pflanzen. Aber viele Vögel nehme ich auf und zwei ganz besondere Exemplare, nämlich KOLIBRIS, sehen wir auf unserem Hinweg. Die sind allerdings derart flatterhaft und schnell gewesen, dass wir sie nicht fotografieren konnten.

Natürlich mussten wieder einige Blümchen fotografiert werden.
Fundstücke auf dem Weg zum/vom NP – das waren sehr geduldige Motive…
Wieder zurück in Springdale. Unser Inn sowie die Post und Kirche in Rockville. Das oben rechts ist ein Pecannussbaum.

Die Wanderung war ein würdiger Abschluss unserer Nationalparkzeit; wir fahren nach Rockville bzw. direkt weiter nach Springdale zum Essen.

Herrliche Aussichten, schöne Nachmittagssonne und ein Haus wie aus einem Traum.

Hier noch die Fotos der Vögel, die wir heute hören konnten.

Und morgen dann aus Chicago – wir sind gespannt.

Wetter, nun ja,

Wetter haben wir auch. Wir wussten ja, warum wir direkt nach unserer Ankunft in den Bryce Canyon zum Wandern aufgebrochen sind, denn für den darauffolgenden Tag, also gestern, war ein Temperatursturz mit Schnee und Regen vorhergesagt. Und das stimmte!

Noch im Ruby’s Inn. Frühstück und dann Souvenir, Souvenir. Auf der Autofahrt (u.r.)

Unsere nicht mehr müden Augen schauen am Morgen in starkes Schneetreiben. Also lassen wir uns Zeit, Zeit beim Frühstücken, Zeit im grossen Souvenir Shop des Ruby’s und Zeit auf der Fahrt, auf der wir nochmal alle Wetter durchfahren dürfen.

So sind wir nochmal voller Dankbarkeit für den gestrigen Traumtag an diesem atemberaubenden Fleck Erde.

Das komplette Programm, das Bild unten zeigt die Landschaft bei Schneeregen/Graupel

Trotzdem kommen wir einigermassen früh im Zion National Park an, Regen und relativ kühl auch hier. Den Park durchqueren wir von Osten kommend und erkennen sofort den Wasserreichtum des Gebietes. Hier ist es wahnsinnig grün, viele Bäume, hohe Berge und wieder alle Steinfarben im Angebot.

O.l. warten vorm Tunnel durch den Mount Carmel. Danach beim Essen und in diversen Souvenirshops mit merkwürdigem Angebot.

Bei dem schlechten Wetter wollen wir nicht laufen, schließlich haben wir drei Übernachtungen gebucht und die Vorhersage für morgen ist sehr gut.  Also weiter im Text: Mit Souvenirshops und Essen vertreiben wir uns die Zeit bis zum Einchecken im 2Cranes Inn, etwas außerhalb von Springdale, direkt angrenzend an den Park und touristisches Eldorado.

Unsere hübsche Unterkunft mit schön gestaltetem Garten.
Auch innen ist es schön und funktional noch dazu.

Ein wirklich hübsches Haus mit tollem Garten, ein schönes Zimmer im ersten Stock. WiFi funktioniert bestens und so verbringen wir den Nachmittag und Abend im Bett und hören uns Podcasts an.

Auch im Spotted Dog legt man Wert auf Details

Frühstück am nächsten Morgen im Spotted Dog, relativ früh. Bei strahlendem Sonnenschein brechen wir in den Park auf, fahren wieder zurück nach Springdale, weil der Parkplatz am Eingang des NP schon überfüllt ist und nehmen den Shuttlebus. Und mit uns noch jede Menge Menschen.

Vor dem „Kleinen“ parkten wir in Springdale (o.l.), die restlichen Fotos stammen vom Parkeingang. Shuttlebus-Warteschlange (u.r.) – nur mit den Bussen kommt man in die nördliche Parkhälfte.
Einstieg zum Trail über die Brücke; Mitwanderer, die sich den Narrow Trail am nördlichen Parkende ausgesucht haben und entsprechend wasserdicht gekleidet sind.
Flora
Fauna

Das ist tatsächlich das, was uns an dieser heutigen Wanderung missfällt. Es ist Samstag und es sind einfach zu viele Wanderer unterwegs. Wir haben uns die Emerald Pools (insgesamt drei verschiedene) als Route ausgesucht und hängen noch den Grotto Trail dran. Damit sind wir etwa 9 km unterwegs – die Höhenmeter summieren sich auf lediglich etwa 100 m, ein Weg also, den Familien mit Kind und Kegel unternehmen. Es fühlt sich zum Teil wie auf der Autobahn an (inklusive Mini-Staus).

Sieht schön aus und war es auch…

Aber so sah es leider auch aus!

Rush-hour an den Emerald Pools

Nein, das mögen wir gar nicht und trotz einiger schöner Ausblicke sowie tierischer Begegnungen laufen wir etwas genervt zum Auto zurück. Auf dem Weg haben wir aber noch den richtigen Riecher für einen guten Kaffee, der uns etwas milde stimmt. Dann einkaufen für Abendessen und Frühstück und zurück zum Inn, wo wir die Abendsonne auf der Veranda genießen und ich diesen Beitrag schreibe. So geht’s…

Entspannung in der Abendsonne.

Und morgen wandern wir außerhalb des National Parks!

Unbelievable!

Wir hätten uns nicht vorstellen können, was uns heute im Bryce Canyon erwartete. Vorweg schicken möchte ich, dass die folgenden Fotos nicht bearbeitet sind. Das scheint angezeigt, denn die Fülle und die Intensität an Gesteinsfarben ist beides: unglaublich und grandios.

Aber erst einmal müssen wir hinkommen…

Auf unserer Autofahrt von Torrey hierher hatten wir eine Ausfahrt verpasst und mussten ein Teilstück zurückfahren. Mit dem letzten Tropfen Benzin kamen wir in Bryce Canyon an und nachdem unser Auto gefüttert war, mussten auch wir erst einmal etwas essen.

Der erste Eindruck: Nicht von dieser Welt!

Dann aber sofort Richtung National Park. Unseren Wagen haben wir am Sunset Point geparkt und laufen am Canyonrand entlang etwa 1 km bis zum Sunrise Point. Schon hier verschlägt es uns die Sprache und das Handy wird kaum wieder in die Tasche gesteckt.

Das lag vor allen Dingen am Wetter und an der Uhrzeit. Wir starten unsere Wanderung gegen halb zwei und wieder bei großartigem Wanderwetter, 18 Grad und Sonnenschein mit wenigen kleinen Wolken.

Kurz nach dem Einstieg in den Queen’s Garden Trail
Neue Schönheiten nach jeder Kehre.
Insgesamt laufen wir durch vier Felsentore.

Dann geht es hinab in den Queen’s Garden und an dessem Ende weiter auf dem Navajo Trail, wo wir uns nach Erreichen der Talsohle entscheiden müssen, ob wir den Aufstieg über den Two Bridges oder den Wall Street genannten Weg gehen.

Komfortable Wege, meist breit genug für zwei Wanderer.

Da wir die letzten Tage so viele Arches gesehen haben, entscheiden wir uns für die Wall Street und erinnern uns noch einmal an unsere Zeit in New York.

Wahrscheinlich ein müder Sägekauz

Bei einer Trinkpause werden wir von anderen Wanderern auf eine kleine Eule im Baum hingewiesen. Alle Vorbeikommenden verhalten sich sehr ruhig, um den Vogel nicht in seinem Nachmittagsschlaf zu stören.

Hier geht’s zum Aufstieg in die Wall Street.

Welch grandiose Wahl wir mit der Entscheidung für diesen Weg getroffen haben, will ich gar nicht weiter ausführen. Die Bilder stehen für sich und dokumentieren unseren Aufstieg. Auf insgesamt 4,6 km gehen uns die Augen über von so viel Naturschönheit.

Unglaubliche Farbenpracht in diesem Slotcanyon.
Der Weg windet sich nach oben und manchmal gibt es zusätzlich noch Fenster mit Ausblick
So sehen glückliche Wanderer aus! Oben angekommen am Sunset Point.

Völlig beseelt erreichen wir unseren Ausgangspunkt und fahren das kurze Stück zur Unterkunft, vorbei an Rehen am Straßenrand.

Direkt neben der Strasse völlig tiefenentspannte Rehe beim Abendessen.

Nach einer kurzen Dusche ziehen wir los zum Ruby’s Inn, wo wir zu Abend essen wollen. Auf dem Weg kurz bei der noch geschlossenen ‚Westernstadt‘ vorbeischauen – erst im Mai startet hier die Saison.

Barbara bei der Reitprüfung, versteinerter Baum und Fossilien – alles in der ‚Westernstadt‘
Unser Abendessen wird dicht gefolgt von einer Tour durch die Souvenirs im Ruby’s Inn

Wir träumen heute Nacht bestimmt in Farbe.

Nachmittagssonne am Sunset Point.

Cohab Canyon Trail

Unsere Wanderung im Coral Reef. Startpunkt ist Fruita, wo wir uns im Gifford House Museum&Shop einen Pie kaufen. Diese Empfehlung bekommen wir beim Frühstück von den beiden Kanadierinnen, mit denen wir am Tisch sitzen.

Hübsches kleines Lädchen mit leider völlig unmotiviertem Personal, aber leckerem Kuchen

So früh wie wir dran sind, haben wir freie Auswahl zwischen den verschiedenen Füllungen. Unsere Wahl fällt auf Erdbeer Rhabarber und mit dem guten Stück im Rucksack geht es dann steil bergan. Das Wetter könnte besser nicht sein, wir erreichen etwa 21 Grad und die Sonne scheint von einem strahlend blauen Himmel.

Gegenüber von Gifford House eine Pferdekoppel mit alter Scheune, daneben unser Parkplatz und Einstieg zum Trail; Blick zurück auf die Scheune.

Im Park selbst sind nicht viele Wanderer unterwegs, streckenweise sind wir völlig allein in dieser fantastischen Natur. Zu Beginn der Route geht es steil bergan und wir haben einen tollen Blick auf Fruita, dann geht’s in den Canyon mit doch relativ grossen Baumbewuchs. Die Farben der steil aufragenden Felswände begeistern uns sehr. Nachdem wir inzwischen wissen, wie wichtig die Flechten und Moose für das Ökosystem sind, begeistert uns diese ‚gelbe Wand‘ besonders.

Ein schöner Weg durch den Canyon und nach dem ersten steilen Anstieg auch sehr einfach zu laufen.

Der Weg ist jetzt sehr moderat und wir haben viel Zeit, den Blick schweifen zu lassen. Hier kommen die Ergebnisse:

Felsformationen, die in Farbe und Form begeistern.

Nach etwa zwei Stunden erreichen wir das Trailende am Parkplatz an der Route 24. Dort gibt es weitere Wanderwege, einen den Fluss entlang und einen zur Hickmann Bridge, für den wir uns entscheiden.

Die Hickmann Bridge und wir.

Beim erneuten Aufstieg ist die Sonne unbarmherzig und wir sind froh über Wasser, Stöcke und Hüte. An der Bridge, bei der es sich um einen Felsbogen von imposanten Ausmassen handelt, machen wir Rast im Schatten. Der Pie hat zwar durch den Transport deutlich gelitten, schmeckt aber wirklich sehr lecker.

Hier sind wir schon auf dem Hickmann Bridge Trail, so sah unser Pie dann aus – ein Hörnchen war sehr interessiert an uns (oder dem Pie?).

Nach unserer Pause hat sich die sehr laute Truppe Asiaten verzogen und gleich zwei Streifenhörnchen sind neugierig und kommen uns besuchen.

Durch die tiefer stehende Sonne sehen einige Felsen auf dem Rückweg noch spektakulärer aus.

Wir wandern den gesamten zweiten Trail zurück und steigen nach Überquerung der Strasse am ersten Trail wieder auf. Nach etwa einer halben Stunde und an gleicher Stelle wie auf dem Hinweg sehen wir wieder ein grösseres Tier und jetzt sind wir sicher: Es ist ein Gelbbauch Murmeltier! Leider war der Hübsche zu weit weg für ein Foto, daher hier eines aus dem Netz.

Wieselflink und ein buschiger Schwanz haben uns erst rätseln lassen, ob das wirklich ein Murmeltier war – das Internet war hilfreich.

Am Nachmittag sind wir zurück in Torrey und besuchen den General Store für einen Kaffee (aus dem Pappbecher) und einen überzuckerten Kuchen. Ich habe danach erst einmal leichte Verdauungsprobleme. Im Schoolhouse angekommen schauen wir uns den eigentlich hübsch angelegten Hausgarten an, der leider in keinem guten Zustand ist. Und treffen wieder auf den Feldhasen. Von ihm gibt es deshalb jetzt auch eine bessere Aufnahme.

Im geliebten General Store und das historische erste Schoolhouse (erbaut 1898) von Torrey. Und nochmal das Langohr von gestern Abend, dieses Mal im Vorgarten.

Fürs Abendessen fiel unsere Wahl auf den hiesigen Mexikaner, zu dem wir 15 Minuten Fußweg haben, dort und auf dem Rückweg sind die folgenden Fotos entstanden.

Nochmal das Old Schoolhouse in der Abendsonne und ‚unser‘ Mexikaner – das Haus komplett aus Metall und innen bolle warm.

Coral Reef NP

Wir verabschieden uns vom quirligen Moab mit einem letzten Frühstück und Einkauf von Mitbringseln, steuern die Tankstelle an und dann sind wir für etwa 3 Stunden auf der Strasse.

Goodbye Moab

Zum Teil geht die Fahrt durch Ödland, das wir dank der Interstate 70 in >rasender Geschwindigkeit< (80 mph) hinter uns lassen. Wir durchqueren den Fish Lake National Park und auf der höchsten Erhebung muss Barbara die Schneereste fotografieren. Hier hat es 10 Grad und stürmische Winde.

Unten auf der Interstate 70, oben im Fish Lake National Park auf etwa 2.600 Metern

Für unser Ziel, Torrey am Rande des Coral Reef National Park, sind 21 Grad und ebenfalls Wind vorhergesagt. Der Plan war, an der Route 24 halt zu machen, denn sie durchquert den Nationalpark, direkt zu einer kurzen Wanderung durchzustarten und dann zur Unterkunft in Torrey zu fahren.

Die richtige Ausfahrt verpasst, fahren wir etwas länger auf der Interstate und kommen in einem Bogen um den NP in Torrey an.

Bilderbuchidylle in Torrey

Wir sind total begeistert von dem kleinen und für die Verhältnisse in dieser Region ausgesprochen hübschen Ort mit einer Baumallee an der Main Street. Und unsere Unterkunft erst! Wir haben ein Zimmer im Torrey Schoolhouse B&B, erbaut 1916, das grösste Steinhaus im Dorf.

Das Old Schoolhouse in Torrey ist wirklich hübsch, die Tür ist offen und wir schauen uns schon mal um.

Da wir zu früh zum Einchecken sind, gehen wir zum General Store an die Ecke Main Street. Superleckeres Essen und ein toller Laden für wirklich ALLES, was man zu Hause braucht, ob Feuerholz, Gas, Lebensmittel oder Postkarte und Andenken.

Ein toller Laden und leckeres Essen gab’s ausserdem; rechts oben Salz&Pfeffer
Unser gemütliches Blümchenzimmer der ‚Reading Room‘ im 1. Obergeschoss und nochmal der Blick von der Treppe in die Halle

Schräg gegenüber des General Store gibt es einen Souvenir-Shop, den wir natürlich frisch gestärkt auch direkt besuchen (sehr erfolgreich für Barbara) und auf dem Weg ins Dorf lag linker Hand eine Galerie. Da laufen wir gleich auch noch hin – leider geschlossen…

Schönes Haus mit merkwürdiger Kunst

Nach dem Einchecken, ziehen wir unsere Wandersachen an und fahren das kurze Stück in den Park. Wir haben uns wegen der fortgeschrittenrn Zeit und meinem Fuß heute eine leichte Wanderung ausgesucht. Der Capitol Gorge soll es sein.

Ein Blick auf die Karte hätte uns verraten, dass wir wie alle anderen, auch noch die unbefestigte Strasse hätten fahren können. Wir parken am ersten Parkplatz und laufen von dort ein Stück und das reicht uns tatsächlich auch. Die Sonne meint es teilweise gut mit uns, teils wehen aber auch sehr heftige Winde.

Eine kleine Auswahl unserer schönsten Fotos vom Spaziergang, der etwa 2 Std dauerte.
Auf dem Weg aus dem Park kommen wir wieder an Fruita vorbei. Dort wachsen inmitten des Parks allerlei Fruchtbäume, deren Obst zum Eigenbedarf geerntet werden darf. Herr Johnson, der den Grundstein für diese Plantage legte, war ein sehr fortschrittlicher Denker.

Auf dem Rückweg halten wir im Reef Rock Cafe für einen Salat und bekommen dieses schöne Stück zu sehen.

Wir lassen den Tag mit einem Tee und ich zusätzlich mit einer Massage auf diesem Sessel ausklingen.

Offenbar hat jedes Zimmer einen solchen Stuhl!

Und weil ich mir gewünscht hatte, noch einen Hasen zu sehen, erwartet uns dieses Langohr direkt am Schoolhouse, als wir zurückkommen.

Unser zweiter Tag

im Arches National Park beginnt zeitig mit einem Frühstück im Diner um die Ecke. Heute soll es früh losgehen, denn Sonne und 29 Grad sind vorausgesagt.

Der Diner an unserer Unterkunft scheint sehr beliebt.
Wir sind wirklich früh und trotzdem ist schon Leben in der Bude.

Wir haben eine heftige Portion im Bauch, aber die brauchen wir für unsere geplante Wanderung in Devils Garden am nördlichen Ende des Parks. Auf dem Weg dorthin halten wir nochmal kurz bei den drei Gossips,

Nochmal die Gossip Formation und wieder eine neue Blume.

dann bei den Windows – die da gar nicht alleine waren, denn direkt daneben ein weiterer Bogen, der Turret Arch mit einem Umriss, der uns an den Afrikanischen Kontinent erinnerte

North and South Window, auf dem unteren Bild sind beide Steinbögen zu sehen.
Hier der Turret Arch

und ein kleines Stück über den Parkplatz in entgegengesetzter Richtung mussten wir natürlich auch noch einen Blick auf den Double Arch werfen.

Einfach grandios der Double Arch!

Damit haben wir es geschafft, doch erst um 11:30 Uhr zur Wanderung aufzubrechen. Die gute Nachricht: Wir haben genügend Wasser dabei und so starten wir wohlgemut mit Stöcken los. Tatsächlich bietet der Weg immer wieder einige kurze schattige Abschnitte und bereits nach wenigen Metern sehen wir den ersten Steinbogen der Route.

Tunel Arch, Pine Tree Arch und Landscape Arch von oben nach unten.

Und auch der Pine Tree Arch ist schnell erreicht. Für die nächsten müssen wir uns etwas mehr ins Zeug legen, der Weg ist bisher nicht besonders steil, aber dank des Sandes etwas mühsam bis zum Landscape Arch.

Jetzt geht’s richtig nach oben; wie zu sehen ist, macht uns das besonders viel Spass.

Hier geht jetzt auch leider kein Lüftchen mehr und es wird richtig anstrengend; wir kraxeln über Felsrücken immer weiter nach oben. Tolle Aussichten und wieder etwas mehr Wind. Der nächste Bogen wartet mit einem spektakulären Ausblick auf. Und dann kommen wir mit dem Navajo Arch in eine offene Höhle. Dort ist es wunderbar kühl und schattig: unser Platz für eine kurze Rast mit den Proviantresten.

Partition Arch mit Weitblick. Das Bild unten rechts zeigt die Steigung ganz gut.
Navajo Arch mit Schattenplatz zur Rast

Wir diskutierten schon vor den letzten beiden Bögen darüber, dass wir bei der Wärme nicht den ganzen Trail laufen wollen, aber den Double o’Arch wollen wir uns nicht entgehen lassen. Er wird unseren Umkehrpunkt markieren.

Double o’Arch vom Felsrücken auf der linken Seite aus fotografiert.

Der Weg dorthin geht ein gutes Stück über diverse Felsrücken – schwindelfrei und trittsicher zu sein ist unabdingbare Voraussetzung für die Wanderung, die uns grossen Spass macht. Und als sich dann auch noch einige Vierbeinige Bewohner sehen lassen, sind wir sehr angetan.

Flora und Fauna

Auf dem Rückweg vertrete ich mir leider den Fuss, kann aber trotzdem weiter. Nachdem wir zurück am Auto sind, sind wir beide derart angefüllt mit Eindrücken, dass wir nichts mehr aufnehmen können und wollen. Aus der Sonne, eine Kleinigkeit essen und die Füsse hochlegen – that’s it!

Da wir im Appartement eine gut ausgestattete Küche haben, gehen wir auf dem Heimweg noch Suppe & Salat und zum Nachtisch ein phänomenales Mango-Eis einkaufen. Der Plan ist, fürs Essen unseren Balkon zu nutzen – dazu müssen wir zuerst massenweise Raupen entfernen…ziemlich eklig, aber nach Einsatz von Besen und Handfeger haben wir’s geschafft.

Tagesausklang

Himmlisch – wie im Sommer. Später dann werde ich liebevoll von Barbara mit einem Eisbeutel für meinen Fuß versorgt, der sich jetzt doch bemerkbar macht.

Und zum Abschluss nochmal lebende und tote Fundstücke, die Moose und Flechten sind Grundlage allen Lebens im Park.

Geht’s uns gut? OH YES!!

Arches National Park

Schon mal vorneweg: Wir hatten grosse Erwartungen, die weit übertroffen wurden. Aber zuerst war es gar nicht so einfach, in den Park zu kommen. Die Besucherzahlen in diesem National Park sind derart hoch, dass die Parkverwaltung seit 3. April bis 3. Oktober ein Timed Entrance Ticket vorschreibt. Das gilt täglich bis 17 Uhr, ab dann ist der Park tatsächlich ohne ein solches Ticket zu besuchen.

Wir an unserem Tagesziel, dem Delicate Arch.

Das hatten wir bei unserer ersten Anfahrt leider nicht in petto. Aber schon auf dem Rückweg nach Moab haben wir uns ein Ticket für den Eintritt heute um 15 Uhr gebucht. Zwischenzeitlich sind wir bei einem Italiener Eis essen und Kaffee trinken gegangen, haben einige Touri-Shops besucht und waren vorfristig wieder am Start. Auch dieses Mal betrug die Wartezeit etwa 40 Minuten, aber dann waren wir drin.

Kaffeerösterei und leckeres Eis (o.l.), Shop-Fundstück für Hunde (u.l.) Lagerfeuer oder Laterne als Kauspielzeug; unsere Unterkunft vom Weg am Creek (o.r.); reichhaltiges Frühstück ‚Green Eggs and Ham‘

Und dann ging es Schlag auf Schlag, nach jeder Kurve neue Felsformationen, die in der Nachmittagssonne vor strahlend blauem Himmel teils überirdisch aussehen. Wir können uns nicht satt sehen. Das Fotografieren verschieben wir auf die Rückfahrt, denn wir wollen unbedingt noch einen Trail laufen. Die Wahl fällt auf den Delicate Arch Weg, der an der Wolfe Ranch auf 1.312 m startet und mit drei Stunden Gehzeit im Wanderführer verzeichnet ist.

Schon auf dem Weg dorthin wird klar, dass es sich um einen der Hotspots im Park handelt – die Wegeführung ist eindeutig mit anderen Wanderern markiert.

Erst einmal nach oben, unter den kleineren Bogen führte der Weg zwar nicht, aber die Vorgabe des Parks, nicht auf Felsformationen zu klettern, wird von vielen Besuchern großzügig ignoriert

Selbst direkt am Arch, dem Wahrzeichen Utahs, herrscht reger Verkehr und für’s Foto wird sich brav angestellt.

Gute Stimmung am Delicate Arch – man wartet und hilft sich gegenseitig bei den Aufnahmen.

Wir sind eine Weile dort und picknicken unsere Müsliriegel. Dank des wunderbaren Lüftchens können wir die 25 Grad Tagestemperatur gut aushalten und verbringen einige Zeit dort, bis wir den Rückweg antreten.

Steil war es nur ein kurzes Stück, die Felsmalereien der Ute entstanden zwischen 1650 bis 1850.

Die Felsenformationen liegen nicht mehr alle telegen in der Sonne, aber beim Balanced Rock ist das noch der Fall. Daher hier noch einmal ein kurzer Spaziergang um die Formation: Wir machen derart viele Fotos, dass wir den Felsen sicher unproblematisch in 3D erstellen lassen könnten…

So sieht es also aus, unser Osterei, der Balanced Rock (o.l. und r.); die Felsformation Three Gossips (u.l.)

Am Abend mit viel Hunger im Gepäck suchen wir uns Deweys aus. Die Rezensionen im Netz stimmen: Wir essen leckere Salate und gönnen uns noch einen Kuchen zum Nachtisch.

Benannt hat sich das Restaurant nach einer leider nicht mehr existierenden Brücke über den Colorado River. Fundstücke auf dem Weg zum Abendessen.

So ein schöner Tag.

Die La Sale Mountains, aufgenommen am Delicate Arch.

Blumen und mehr am Wegesrand.