Time to say goodbye

Unsere Zeit in der Eqi Lodge neigt sich dem Ende. Um 14:15 Uhr ist Treffpunkt im Café Victor.  Davor wollen wir zu einer weiteren, kürzeren Wanderung aufbrechen.

Morgenstimmung über dem Eqi Gletscher, die Aufnahme ist von 4 Uhr morgens. Wieder tolles Wetter. Die ersten Rucksäcke sind schon für die Abreise im Café zwischengelagert.

Die Wahl fällt auf den Delta Hike, denn hier soll es auf halber Strecke eine Wiese mit vielen blühenden Glockenblumen geben. So starten wir gegen 10 Uhr los, dieses Mal nur mit Stöcken ohne Rucksack, Getränk und Proviant oder Mückennetz. Schliesslich sind wir geplant nur zwei Stunden unterwegs und die Bedingungen beim Start sind bestens. Bei 10 Grad und einer ordentlichen Brise können die Mücken nicht fliegen.

Los geht’s an der festgezurrten Hütte ist der Einstieg zur Wanderung. Trittsicherheit ist von Vorteil.

Durchs Camp, vorbei an einer alten Hütte und dem Generator fürs Camp geht es in Ufernähe in südliche Richtung. Mit dem Wind im Rücken läuft es sich federleicht bis zur Steigung nach der ersten Bucht und der Erkenntnis, dass sich die Mücken in windstillen Momenten wieder mächtig um uns tummeln…

Schön grün und feucht, das Mückenparadies auf dem Delta Hike. Oben links: Blaubeeren.

Aber umkehren kommt nicht in Frage. Lieber laufen wir etwas schneller und schütteln die Biester dadurch ab. Funktioniert prima – bis zum nächsten Fotostopp. Trotzdem habe ich unsere Tour gut in Bildern festgehalten.

Wir treffen auf nur wenige Wanderer; dafür sehen wir auf dem Hügelkamm einen Fuchs, der unseren Weg offenbar sehr interessiert verfolgt.

Flora, Felsen und Eqi Gletscher – alles so schön!

Nachdem wir die – leider nicht so beeindruckende – Wiese gefunden haben, kehren wir um und wandern auf gleichem Weg zurück. Und jetzt geben die Mücken Vollgas. Wir riechen offensichtlich attraktiver, der Wind ist erneut schwächer geworden und die Plage dadurch deutlich schlimmer.

Wedelnd durch die schöne Landschaft, kurze aber abwechslungsreiche Wanderung.

Ich wedele mit dem Fächer, Gabi benutzt ihren Handschuh, dann ihr Halstuch. So marschieren wir im Eiltempo zurück, verschlucken die ein oder andere Mücke beim Luftholen und haben jeweils drei fette, juckende Stiche abbekommen (ähnlich wie von unseren Moskitos).

Unsere Rückkehr gegen 12 Uhr lässt uns genügend Zeit, um das Lunchpaket (Sandwich & Kuchen) im Café Victor zu essen, bis es um 14:30 Uhr auf das Schiff nach Ilulissat geht.

Goodbye Eqi Camp – oben links Gabriel, der schon seine fünfte Saison hier arbeitet.

Gabriel, der uns vorgestern Abend in Empfang genommen hat, bringt uns zum Anleger, erklärt die Sicherheitsmaßnahmen beim Einschiffen und schickt uns gut auf die Heimreise.

Das Schiff für die Rückfahrt bei der Ankunft im Hafen Ilulissat, Blick auf Eisberge und auf die Stadt.

Dieses Mal boarden wir ein grösseres Schiff, das mit den 30 abreisenden Personen aus dem Camp sowie Tagesausflüglern zum Eqi Gletscher voll besetzt ist.

Impressionen im Hotel Seehundfell-Lampen und Stühle. Unser Abendessen.

Am Abend ist das Welcome Dinner in unserem Hotel Arctic angesetzt (sehr lecker!) und danach geht’s auf eine Cruise durch die Diskobucht.

Evijaja erklärt uns die verschiedenen Arten von Eis – je klarer, desto fester und fürs Boot gefährlicher.

Wir haben mit Nino wieder einen jungen Kapitän (25 Jahre), der uns zusammen mit Evijaja sehr anschaulich Wissenswertes über den Gletscher und dessen Eisberge vermittelt, die in der Bucht vor der Stadt liegen.

Einer ist schöner als der andere und die ruhige See und der tiefe Stand der Sonne – eine geradezu magische Atmosphäre

Auch über den vor kurzem vor Ilulisaat geflippten riesigen Eisberg erfahren wir mehr. Er war in zwei sehr grosse Hälften gebrochen und ein Teil ist schon weit abgetrieben. Die zweite Hälfte liegt noch in Stadtnähe, wird aber nicht Ziel dieser Fahrt sein.

Wir bewegen uns südöstlich von Ilulissat im Jakobshavens Isfjord.

Das macht aber gar nichts, denn Eisberge in sämtlichen Grössen und Farben sehen wir sofort nach der Fahrt aus dem Hafen.

Sie werden immer riesiger, je länger die Fahrt dauert. Nino fährt sehr nahe an die Berge heran, was er nur machen kann, weil diese Riesen so gross sind, dass sie Kontakt mit dem Grund der Bucht haben.

Daher war es auch so ungewöhnlich, dass sich ein riesiger Eisberg direkt vor der Stadt gedreht hat. Wer es noch nicht gesehen hat, sollte es sich unbedingt anschauen. Im Netz gibt es unzählige Videos dazu. #Ilulissat #Eisberg #flipping.

Völlig zufrieden kehren wir nach 2.5 h wieder zurück und fallen glücklich ins Bett. Nicht, ohne uns vorher vom passionierzen Kellner noch Tonic, Eis aus dem Fjord und Zitrone zu organisieren.

Selfies sind nicht unsere Kernkompetenz…

Unser Grönland Abenteuer ist zu Ende, morgen Früh geht unser Flug nach Reykjavik.

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