Washington – mon Amour

Ich gebe zu, das hätte ich nicht gedacht. Die Stadt beeindruckt mich doch sehr und das nicht nur (ja ja, aber auch!) wegen der Jahreszeit, in der wir sie besuchen: Frühling in Washington, das ist definitiv ein Volltreffer.

Dank des Tokioter Bürgermeisters, der 1912 auf die glorreiche Idee verfallen war, der Stadt rund 3000 Kirschbäume zu schenken, ist die Stadt im Frühling overcrowded! Welch geniale Geschenkidee!!!

Inzwischen gibt es darum ein großes Cherry Blossom Festival – nicht alles so, wie wir das lieben… Was uns gut gefällt? Neben der Blütenpracht sind das die Live-Bands, die an jeder sich bietenden Ecke aufspielen und die japanische „Streetfood“ – auch wenn Barbara Sushi immer noch kritisch sieht, hat sie jetzt doch einige Varianten gefunden, die sie für essbar hält 🤣.

Das könnte so auch in good old England aufgenommen sein (na ja – okay die Flagge…)

Überhaupt ist die Stadt ziemlich englisch geprägt – zumindest in einigen Stadtteilen, durch die wir uns ‚verlaufen‘ haben. Bis auf wenige gesetzte „musts“ hatten wir hier das Überraschungsmoment voll mit einkalkuliert und wurden reich belohnt.

Das Regierungsviertel haben wir uns natürlich auch in aller gebotenen Ernsthaftigkeit vorgenommen und die komplette Touri-Tour absolviert.

Gekriegt hat uns dann die Library of Congress: Die Idee für den Besuch hatten wir dank eines Artikels in der Frankfurter Rundschau über einen langjährigen Mitarbeiter des Hauses, ursprünglich aus Deutschland stammend, der dort die Abteilung Deutsche Bücher betreut.

Mehr als beeindruckender Lebenslauf!

Für sein Engagement für die Erinnerungsarbeit, denn Mr. Maier reiste immer wieder nach Deutschland um als Zeitzeuge in Schulen zu reden, verlieh ihm die Bundesrepublik 2019 das Bundesverdienstkreuz. Und ich danke meiner Schwester, dass sie mir den Artikel geschickt hat: Du bekommst das große Cora-Verdienstkreuz am Band! An dieser Stelle schon mal ein ❤DANKE❤ nach Hause!

Das Wissen der Menschheit: Die Library of Congress ist die grösste und wohl auch schönste Bibliothek der Welt.

Schönheit, die sprachlos macht und Schönheit, die dazu führt, dass wir fast einen ganzen Tag dort „verplempern“. Ganz dem Gebäude angemessen diskutieren wir die großen Fragen der Menschheit: Wie ist es möglich, dass der Mensch etwas so wunderbares wie dieses Gebäude erschafft und es gleichzeitig solch Abgründe wie Vertreibung, Kriege und Folter gibt – wo doch eigentlich genug für alle da ist…?

Und dann beschäftigen wir uns mit der ebenfalls wichtigen Frage, was wir in dieser wundervollen Stadt und bei diesen fast sommerlichen Temperaturen noch sehen wollen. Das beruhigende ist, wir haben noch fast zwei volle Tage Zeit…

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