Page und Umgebung

Page lebt offensichtlich in erster Linie von den Naturwundern rundherum. Einer der empfohlenen Aussichtspunkte sind die sogenannten Toadstools, zu denen wir zuerst aufbrechen. Dabei handelt es sich um Gesteinsformationen, die zunehmend errodieren durch Wind und Regen (der ja schon lange ausbleibt). Obenauf liegt – sozusagen als Kappe – ein Stein anderer Beschaffenheit. Die Stängel der Giftpilze werden immer dünner und die Kappen verabschieden sich mitunter; das haben wir aber nicht erlebt.

Kein Schatten weit und breit, aber dank etwas Wind ist die kurze Wanderung erträglich.

Nach einem kurzen Spaziergang entlang eines ausgetrockneten Flussbetts erreichen wir das oft fotografierte Prachtexemplar. Einige Aufnahmen später nehmen wir die kleineren Exemplare wahr. Anfassen ist erlaubt und Barbara umarmt gleich mal ein besonderes Exemplar…nicht jugendfreier Assoziationen kann ich mich kaum erwehren.

Die verschiedenen Exemplare der Toadstools und einer mit Barbara.

Da wir tatsächlich keinen schönen Schattenplatz für unser Mittagessen finden, machen wir uns auf zum nächsten Point of Interest: dem Lone Rock im Glen Canyon National Park.

Eigentlich sollte der als einsamer Felsen im Wasser des Lake Powell stehen. Heute sieht es allerdings so aus, als könnten wir ihn trockenen Fusses erreichen. Eine Camperin scheint unser Vorhaben zu erraten und rät uns direkt davon ab: Die Gefahr, dass wir mindestens bis zum Knie im Madder versinken liegt bei 100%.

Oberhalb des Lone Rock (u.l.) gab es einen schattigen Picknickplatz des Nationalparks. Die Camper standen alle in voller Sonne. Wasserversorgung der Toiletten.

Also schauen wir uns nur kurz die in der Ferne liegende Wasserlinie des Lake Powell an und sind erschüttert. Das wird auch nicht besser, als wir das ebenfalls im Glen Canyon gelegene Lake Powell Ressort besuchen, wo es immerhin einen guten Kaffee für uns gibt. Und eine unerwartete tierische Begegnung mit einem kleinen Lizzard, der sich geduldig fotografieren lässt.

Hier sind unsere besten Aufnahmen von dem Prachtburschen.

Unser Rückweg führt über die Brücke am Glen Canyon Dam; bis dahin sind es nur wenige Minuten Fahrt. Selbstverständlich erlaufen wir die architektonisch schöne Brücke.

Und staunen mal wieder über die Verbotsschilder am Visitor Center. Keine Schusswaffen und Messer erlaubt! Sowas aber auch, dann können wir ja gar nicht nach drinnen…

Der Blick von der Brücke zeigt, dass der Wasserstand schon lange so niedrig ist.
Oben links das Center, von dem aus die unteren Fotos von Brücke und Damm aufgenommen sind.

Unser letztes Ziel für diesen Tag sind die Hanging Gardens. Nochmal ein kurzer Spaziergang und schöne Ausblicke auf einen überraschend grünen Abschnitt, der vom Schatten und der Feuchtigkeit eines grossen Felsens gespeist wird.

Der Weg sehr deutlich mit Steinen markiert führt zu einer Stelle mit Frauenhaarfarn.
Und auf dem Weg gab’s auch schon eine Menge Blümchen zu sehen.

Am Abend haben wir deutliche Schwierigkeiten bei der Auswahl des Restaurants. Wir haben so gar keine Lust mehr auf frittiertes und auf Fleisch schon gleich gar nicht. Da wir uns am Morgen mit Salaten aus dem um die Ecke liegenden Walmart versorgt hatten, fällt unsere Wahl auf einen erneuten Einkauf dort. Suppe und Fruchtsalat machen uns an diesem Abend glücklich. Und wir haben ausserdem das Gefühl eines richtig gesunden Abendessens.

Ostern ist bei Walmart ausgebrochen; am Abend ist der Großteil der bunten Teilchen verkauft.

Die Fernsehprogramme machen uns fix und foxi: wir Switchen zwischen Jewish TV, National Geographic, Animal TV, Bravo und HBO.

Am interessantesten war tatsächlich die ausufernd lange Werbung für eine CD Sammlung ‚Geschichte des Country‘. Superalte Aufnahmen von durchweg schrecklich gekleideten Menschen mit noch furchtbareren Frisuren, aber mitunter sehr gute Musik.

Wir gehen früh schlafen. Morgen steht der Antelope Canyon auf dem Programm, bevor es weiter nach Moab geht.

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